Dr. Ann Katrin Schade

Dr. Ann Katrin Schade

Beraterin im Öffentlichen Sektor

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2 Minuten Lesezeit

13. August 2026

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Insights

Wie wandlungsfähig ist Ihr Unternehmen wirklich?

Kulturmodell: Wandlungsfähigkeit sichtbar machen

Im letzten Beitrag haben wir gezeigt, warum Workarounds wertvolle Hinweise auf Verbesserungspotenziale liefern können und weshalb die Unternehmenskultur darüber entscheidet, ob Unternehmen diese Erkenntnisse nutzen oder nicht.

Doch wie lässt sich Unternehmenskultur beschreiben?

Unternehmen stehen unter zunehmendem Veränderungsdruck. Neue Technologien, Fachkräftemangel, regulatorische Anforderungen und sich wandelnde Märkte erfordern eine hohe Anpassungsfähigkeit. Kurz gesagt, ist die Wandlungsfähigkeit heute einer der Erfolgsfaktoren eines Unternehmens, um sich langfristig am Markt zu behaupten. 

Den meisten Unternehmen ist diese Situation durchaus bewusst. Doch nur wenige wissen, ob ihre Unternehmenskultur bereit für die Arbeit in ständig wiederkehrenden Veränderungsprozessen ist. Vielfach scheitern Transformationsvorhaben unbemerkt daran, dass bestehende Denk- und Verhaltensmuster Veränderungen ausbremsen. Wer die Wandlungsfähigkeit seines Unternehmens verstehen und gezielt stärken möchte, sollte deshalb nicht nur auf Prozesse und Strukturen schauen, sondern die Unternehmenskultur fest in den Blick nehmen.

Viele Unternehmen wissen, dass ihre Kultur einen entscheidenden Einfluss auf den Erfolg von Veränderungen hat. Gleichzeitig fällt es oft schwer, Kultur konkret zu beschreiben: Aussagen wie “Wir müssen offener werden” oder “ Wir brauchen mehr Zusammenarbeit” bleiben häufig abstrakt und bieten wenig Orientierung für konkrete Maßnahmen. 

Damit Unternehmenskultur nicht nur diskutiert, sondern gezielt weiterentwickelt wird, braucht sie eine gemeinsame Sprache. Genau das schafft unser Kulturmodell. Es macht Unternehmenskultur sichtbar, besprechbar und in ihren verschiedenen Ausprägungen nachvollziehbar. Das Kulturmodell wurde im Rahmen des Forschungsprojektes entwickelt und umfasst insgesamt 15 Kulturdimensionen, die Einfluss auf die Wandlungsfähigkeit von Unternehmen haben.

Zudem betrachtet das Modell zur Unternehmenskultur nicht als einen einzelnen Wert, sondern als Zusammenspiel verschiedener kultureller Dimensionen. Jede Dimension beschreibt ein Spannungsfeld zwischen zwei unterschiedlichen kulturellen Ausprägungen. 

Beispiele hierfür sind:

  • Individualismus und Kollaboration

  • Kooperativer und autoritärer Führungsstil

  • Meinungsäußerungsfreiheit und Konsensfähigkeit

  • Leistung und Status

  • (…)

Diese Dimensionen werden auf drei Ebenen betrachtet: Management, Führung- und Arbeitsebene. Kultur ist zuerst ein Thema der Führung. Sie wird vorgelebt und so von der Managementebene auf die Ebene der Führungskräfte und von dort auf die Ebene der Mitarbeitenden weitergeben. Aus diesem Grund ist die Betrachtung auf unterschiedlichen Funktionsebenen so wichtig.

So entsteht durch das Kulturmodell ein klareres Bild davon, welche kulturellen Muster Veränderung fördern und welche sie ausbremsen. Dabei ist wichtig zu betonen, dass es bei den einzelnen Kulturdimensionen kein richtig und falsch gibt. Jedes Unternehmen braucht eine Kultur, die zur Strategie und Arbeitsweise sowie zu den eigenen Veränderungszielen passt.

Im nächsten Beitrag zeigen wir, welche Rolle Befragungen bei der Kulturentwicklung spielen und warum gerade unterschiedliche Wahrnehmungen wertvolle Hinweise für die Weiterentwicklung einer Organisation liefern können.


Sie möchten die Wandlungsfähigkeit Ihrer Organisation stärken? 

Das Forschungsprojekt ChangeWorkAround zeigt, wie Unternehmenskultur und Workarounds zu Treibern erfolgreicher Veränderungen werden. Mehr Informationen finden Sie unter https://www.changeworkaround.de/ . Wenn Sie die Erkenntnisse in Ihrer Organisation umsetzen möchten, begleiten wir Sie mit passgenauen Beratungsleistungen. Entdecken Sie unsere Beratungsprodukte unter https://myconsult.de/leistungen